Projektfakten

Auftraggeber BBT SE – Brenner Basistunnel SE
Leistungszeitraum 2004 - 2006
Leistungen Messung und Auswertung eines hochpräzisen Grundlagennetzes in Lage und Höhe zur Verdichtung des bestehenden Rahmennetzes; diverse nachträgliche Punkteinschaltungen.
Details 39 Lagepunkte, GPS-Basislinien bis 22,5 Kilometer Länge, 82 Höhenpunkte - jeweils in vier Höhensystemen berechnet. 108 km Präzisionsnivellement.

Der 64 Kilometer lange in Bau befindliche Brenner Basistunnel wird das Kernstück der neuen Eisenbahnverbindung zwischen Österreich und Italien. Für die detaillierte Planung und die Bauausführung war eine Verdichtung des bestehenden Übertage-Rahmennetzes erforderlich.

Die unterschiedlichen Höhensysteme in Österreich und Italien sowie die Berechnung der Geoid-Undulationen machten es nötig, die Höhenberechnung in insgesamt vier Höhensystemen durchzuführen: UELN Höhen, Österreichischen und Italienischen Gebrauchshöhen sowie ellipsoidischen Höhen. Außerdem konnten wir durch eine geeignete Netzkonfiguration das bestehende Rahmennetz auf Punktverschiebungen überprüfen, ohne dass dem Auftraggeber hierfür Mehrkosten entstanden.

Die Höhen wurden mittels Präzisionsnivellement bestimmt, wobei die mittleren Kilometer-Fehler unter 0,3 mm/km lagen. Aufgrund von juristischen Problemen bei der Grundeinlöse konnte der Auftraggeber die Lagepunkte erst verspätet errichten. Um diese Verzögerung zu kompensieren, erfolgten die GPS-Messungen großteils noch im Spätherbst unter teils winterlichen Bedingungen. Trotz dieser Schwierigkeiten konnte das Lagenetz zeitgerecht und mit der geforderten Genauigkeit gemessen werden. Die mittleren Punktlagefehler waren kleiner als 2,5 Millimeter.

Die Leistungen wurden in Kooperation mit einem Partnerbüro erbracht.

Als Zulaufstrecke für den in Bau befindlichen Brenner-Basis-Tunnel wurde im unteren Inntal zwischen den Orten Kundl und Baumkirchen eine neue Hochleistungsbahnstrecke errichtet.

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